Die Nacht zum Tag - und den Tag zur Nacht gemacht. So könnte man die Probentage zum Programm "Nacht.Gedanken" kurz zusammenfassen. In einem kleinen Werkstattkonzert in Heiligenstadt wurden schließlich die ersten Ergebnisse 5 Tage intensiver Arbeit präsentiert.

Wie jedes Jahr über den „Männertag“ traf sich der Landesjugendchor Thüringen ab Mittwoch Abend zu einer ausgiebigen Probenphase, die ursprünglich auf Schloss Oppurg stattfinden sollte – einer Unterkunft, die bei den meisten Sänger*innen für die idyllische und ruhige Umgebung und die tolle Verpflegung geschätzt wird. Da Schloss Oppurg aber recht kurzfristig geschlossen wurde, musste schnell ein anderer Probenort her. Letztendlich konnte Christoph uns glücklicherweise im Marcel-Callo-Haus in Heilbad Heiligenstadt unterbringen.

Obwohl einige Sänger*innen nicht rechtzeitig zum Beginn des Abendessens anreisen konnten, war für ein kurzes Abendessen noch gesorgt. Danach begann die erste Probe, um wieder in die Chorarbeit hineinzufinden. Unterstützt wurde die Chorarbeit durch unsere treuen Stimmbilder*innen Tabea, Kathleen und Stefan. Leider fehlten einige unserer Sänger*innen, weil sie sich letztes Jahr beim Landeschorwettbewerb mit ihrem Chor eine Weiterleitung zum Deutschen Chorwettbewerb ersungen hatten, der just auch in dieser Woche stattfand. Dafür nahmen drei Sänger*innen zum ersten Mal an einer Probenphase des LJC teil. Über diesen Zuwachs und die offizielle Aufnahme zweier Sänger*innen, die das Vorsingen absolvierten und freudig offiziell in den Chor aufgenommen wurden, freute sich der Rest sehr.

Highlights des Arbeitsphase waren natürlich die gemeinsamen Abende, an denen viele Chorsänger*innen sich zusammenfanden, um gemeinsam Spiele zu spielen, sich zu unterhalten und sich kennenzulernen. Einige Runden Werwolf wurden gespielt, über die am nächsten Morgen beim Frühstück noch geredet wurde. Des Weiteren fand sich eine Gruppe, die sich um ein Aussortieren der Vorschläge für eine Neuauflage des Abendliederbuchs, kümmerte. Am Samstag Abend saß eine Gruppe zusammen, um gemeinsam den letzten Teil des Eurovision Song Contests zu genießen, immer auf der Suche nach der nächsten Rückung bei den musikalischen Beiträgen.

Bereits früher am Samstag trat der LJC geschlossen und mit Noten, Kaffee, Tee und Kuchen im Gepäck einen kleinen Ausflug zum Musikpavillon im nahegelegenen Kurpark an. Nach einer kleinen Kuchenstärkung bekundeten die ersten Menschen Interesse an dem ungewöhnlichen Menschenauflauf. Also gaben wir ein paar Stücke zu besten. Danach war noch genug Zeit für weiteren Kuchenverzehr, ein paar Stücke in kleinerer Runde, darunter ein Frauen-Ensemble-Stück, das gute Laune machte, und das Austesten der Akustik im muschelartigen Gewölbe des Musikpavillons.

Ein weiterer Meilenstein des Chores war das Einführen eines Notenverwaltungssystems, das dazu beitragen soll, dass weniger Noten verloren gehen, da künftig nachvollziehbar ist, wer im Besitz welcher Noten ist.

Insgesamt war das Wochenende eine gute Vorbereitung auf das Konzertwochenende, das über Pfingsten stattfinden wird.